Zürich, 8.2.2010
Chemie/Pharma: Exporte 2009 auf Vorjahresniveau
(ots). Trotz der Wirtschaftskrise verblieben die Exporte der schweizerischen chemisch-pharmazeutischen Industrie im Jahr 2009 auf Vorjahresniveau. Sie fielen im letzten Jahr lediglich um -0.4% auf 71.7 Mrd. CHF. Dies dank robuster Pharmaexporte. Diese wuchsen um 5.1% auf 58.1 Mrd. CHF. Der Anteil an den schweizerischen Gesamtexporten nahm auf über 38% zu. Der Exportüberschuss der chemisch-pharmazeutischen Industrie stieg um weitere 3.1 Mrd. CHF und erreichte 36.7 Mrd. CHF.
Wie schon in den Vorjahren ist der Exporterfolg auf die weiterhin zunehmenden Ausfuhren bei den Life Science Produkten zurückzuführen: Trotz Wirtschaftskrise konnten die pharmazeutischen Produkte nochmals um 5.1% auf 58.1 Mrd. CHF zulegen und erreichten damit 81.1% der Gesamtexporte der chemisch-pharmazeutischen Industrie oder 31.1% der schweizerischen Gesamtexporte. Die im Jahr 2008 im Pharmabereich beobachtete Verlangsamung des Exportwachstums erfolgte letztes Jahr nicht; Oktober und November waren stark, lediglich der Dezember war traditionell schwach. Alle anderen Sparten mussten letztes Jahr erneut beträchtliche Rückschläge hinnehmen; so fielen die Ausfuhren der Farbstoffe und Pigmente um weitere -24.3% (VJ -25.3%), die der organischen Erzeugnissen um -20.2% (VJ -13.2%). Die Ausfuhren der ätherischen Öle, Riech- und Aromastoffe, die im 2008 lediglich um -1.4% fielen, verzeichneten einen Rückgang um -14.9%. Die Exporte der Schädlingsbekämpfungsmittel, die im Jahr 2008 noch um +12.8% zulegen konnten, schrumpften im 2009 um -20.0%.
Die Europäische Union ist mit 59.9% (VJ 61.7%) der Gesamtexporte oder 42.6 Mrd. CHF (VJ 44.4 Mrd. CHF) weiterhin Hauptabnehmerin von chemischen und pharmazeutischen Produkten. Die Exporte in die EU fielen im Jahre 2009 aber um 4.0%. Im Nicht-Pharmabereich sanken sie sogar um ein Viertel (-24.1%) von 10.3 auf 8.3 Mrd. CHF. Die Pharmaexporte konnten sich mit 34.3 Mrd. CHF (VJ 34.1 Mrd. CHF) auf Vorjahresniveau halten. Deutschland blieb trotz schwächelenden Schweizer Exporten mit einem Anteil von 14.7% (VJ 15.3%) das grösste Abnehmerland, neu gefolgt von den USA mit 11.2% (VJ 9.8%) und Italien mit 9.5% (VJ 9.9%). Die Exporte der chemisch-pharmazeutischen Industrie in die aufstrebenden BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien und China) schrumpften im Jahr 2009 um beträchtliche -8.1% (+22.8% im VJ) auf 4.2 Mrd. CHF oder einem Anteil an den Gesamtexporten von 5.8% (VJ 6.3%). Grösster BRIC-Abnehmer war neu China mit 1.3 Mrd. CHF und einem Wachstum von +12.6%, gefolgt von Brasilien (1.3 Mrd. CHF, -16.5% ggü. VJ), Russland (0.9 Mrd. CHF, -20.0% ggü. VJ) und Indien (0.7 Mrd. CHF, +0.2% ggü. VJ).
Wie in den Vorjahren stammten die Schweizer Importe der chemisch-pharmazeutischen Industrie zu über 80% (28.6 Mrd. CHF) aus der EU. Mit einem Anteil von 26.4% war Deutschland erneut an der Spitze, gefolgt von Italien (12.5%), Irland (9.6%), den USA (9.6%) und Frankreich (7.5%). Der Anteil der BRIC-Staaten an den Importen blieb anteilmässig auf Vorjahresniveau mit bescheidenen 3.6% oder 1.2 Mrd. CHF, was einer Abnahme um 0.2 Mrd. CHF entspricht.
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