Montag, 06. September 2010

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New York, NY, 9.3.2010

Pfizer plant bei Übernahme von Ratiopharm Ausbau der Produktion

(dpa-AFX) Der US-Pharmakonzern Pfizer will Kreisen zufolge bei einer Übernahme des Generikaherstellers Ratiopharm die Produktion ausbauen. Dies habe Jeff Kindler bei seiner Strategiepräsentation vor einer Führungsriege des zum Verkauf stehenden Unternehmens deutlich gemacht, sagte eine mit der Transaktion vertraute Quelle der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Dabei soll Ulm als Center of Excellence zum Hauptstandort für das weltweite Generikageschäft von Pfizer werden.

Pfizer ist erst 2008 in das Generika-Geschäft eingestiegen. Der Pharmakonzern will mit der Übernahme von Ratiopharm in seiner noch jungen Generikasparte einen deutlichen Wachstumskurs fahren. In den nächsten fünf Jahren verlieren weltweit Medikamente mit einem Volumen von 150 Milliarden US-Dollar ihren Patentschutz. Mit Ratiopharm könnte der Pharmariese Ratiopharm-Produkte in den USA, dem weltgrössten Pharmamarkt, herstellen und vertreiben, wo die Ulmer nicht vertreten sind. Ratiopharm könnte mit Pfizer-Produkten dagegen in Europa wachsen.

Durch den Kauf von Ratiopharm würde sich Pfizer im Generikageschäft auf einen Schlag zudem einen hohen Marktanteil sichern. Morgan Stanley-Analyst David Risinger beziffert den Marktanteil von Ratiopharm am deutschen Generikamarkt auf 20,6 Prozent (2008). Zuletzt lag er bei 23 Prozent. Nach Angaben von Sal. Oppenheim kommt Pfizer weltweit auf 1,7 Prozent am Generikamarkt, während der Branchenführer Teva rund 14 Prozent hält und Ratiopharm zuletzt auf 3,6 Prozent kam.

Ratiopharm-Geschäftsführer Oliver Windholz hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, die auch für Pfizer interessant sind: Bis 2014 soll der Ratiopharm-Umsatz jährlich um durchschnittlich acht Prozent auf 2,4 Milliarden Euro steigen. Der operative Gewinn soll auf 530 Millionen Euro klettern, was einem durchschnittlichen Anstieg von 20 Prozent entspricht.

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