Basel, 23.7.2010
Roche-Gruppe erzielt gutes Halbjahresergebnis
Die Roche-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2010 ein gutes operatives Ergebnis. Der Konzernumsatz stieg währungsbereinigt um 5% (3% in Franken; 7% in US-Dollar) auf 24,6 Milliarden Franken. Die Division Pharma steigerte ihre Verkäufe um 4% in lokalen Währungen (1% in Franken; 6% in US-Dollar) auf 19,4 Milliarden Franken. Die Nachfrage nach den Krebsmedikamenten Avastin, MabThera/Rituxan, Herceptin, Xeloda und Tarceva nahm erneut stark zu; insgesamt erhöhten sich die Verkäufe der Onkologieprodukte im ersten Halbjahr um 9% in lokalen Währungen, womit Roche die führende Marktposition festigte.
Die Division Diagnostics verzeichnete in der ersten Jahreshälfte 2010 einen Anstieg der Verkäufe auf 5,3 Milliarden Franken, was einem Zuwachs von 9% in lokalen Währungen
(7% in Franken; 12% in US-Dollar) entspricht. Damit konnte die Division ihre führende Position am Markt weiter ausbauen.
Der Betriebsgewinn des Konzerns vor Sonderpositionen stieg deutlich um 11% in lokalen Währungen
(10% in Franken) und lag somit erneut erheblich über dem Verkaufswachstum. Dazu beigetragen haben neben dem Umsatzzuwachs weitere Produktivitätsverbesserungen. Die Division Pharma steigerte ihren Betriebsgewinn (vor Sonderpositionen) um 9% in lokalen Währungen und 7% in Franken auf 8,0 Milliarden Franken. Grund dafür waren hauptsächlich die höheren Verkäufe und Kostensynergien durch die Integration von Genentech. Der Betriebsgewinn der Division Diagnostics wuchs markant um 45% in lokalen Währungen und 47% in Franken auf 947 Millionen Franken, was dem starken Verkaufswachstum und den laufenden Programmen zur Steigerung der operativen Effizienz zuzuschreiben war.
Der Konzerngewinn wuchs um 37% auf 5,6 Milliarden Franken, was auch darauf zurückzuführen ist, dass der Sonderaufwand für die Integration von Genentech im ersten Halbjahr 2010 erheblich geringer ausfiel als noch 2009. Ohne Sonderpositionen stieg der den Inhabern von Roche-Titeln zuzurechnende Konzerngewinn um 8% (in Franken). Der Kerngewinn pro Titel, der weder Sonderpositionen noch Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielles Anlagevermögen enthält, wuchs um 11% in lokalen Währungen
(9% in Franken).
Der freie Geldfluss aus operativen Tätigkeiten blieb mit 6,4 Milliarden Franken sehr solide.
Roche beschleunigte die Rückzahlung der zur Finanzierung der vollständigen Übernahme von Genentech im ersten Halbjahr 2009 am Kapitalmarkt aufgenommenen 48,2 Milliarden Franken. Am 30. Juni 2010 waren bereits 27% der Darlehen und Anleihen zurückgezahlt. Des Weiteren wird Roche in der zweiten Jahreshälfte 2010 die am 1. März 2012 fällige Anleihe in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar frühzeitig tilgen.
Damit wird Roche bis Ende 2010 bereits ein Drittel der zur Finanzierung der Genentech-Transaktion aufgenommenen Mittel zurückbezahlt haben.
Trotz der tieferen Verkäufe von Tamiflu (erwartete Abnahme von 3,2 Milliarden Franken im Vorjahr
auf 1 Milliarde Franken im laufenden Jahr) und des anspruchvolleren Marktumfelds bestätigt Roche
aufgrund des guten Halbjahresergebnisses den Ausblick für das Gesamtjahr 2010. Ausserordentliche Ereignisse vorbehalten, erwartet Roche für den Konzern und die Division Pharma
im Jahr 2010 ein währungsbereinigtes Verkaufswachstum im mittleren einstelligen Bereich (ohne die Verkäufe von Tamiflu). Für die Division Diagnostics erwartet Roche ein deutlich über dem Markt liegendes Wachstum.
Roche strebt zudem eine zweistellige Steigerung des Kerngewinns je Titel zu konstanten Wechselkursen an.
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